Planspiel Alieninvasion: Planspiel zu politischer Kommunikation, Desinformation und Medienbildung
Veranstaltungs-Nr.: 274100601
Inhalt/Beschreibung
Planspiele stellen ein hochwirksames Instrument der Erwachsenenbildung dar, um komplexe gesellschaftliche, politische oder ökonomische Zusammenhänge realitätsnah und handlungsorientiert zu vermitteln. Sie simulieren spezifische Situationen und Rollenkonstellationen, in denen die Teilnehmenden Entscheidungen treffen und deren Konsequenzen unmittelbar erleben müssen. Dies fördert eine tiefgehende Auseinandersetzung mit den Inhalten, weit über die Möglichkeiten eines reinen Vortrags hinaus. Planspiele dienen der aktiven Erprobung von Wissen und der Entwicklung von Schlüsselqualifikationen wie Problemlösungskompetenz, strategischem Denken, Teamfähigkeit und der Fähigkeit zur kritischen Reflexion.
In unseren Fortbildungen bieten Planspiele einen geschützten Rahmen, um die Mechanismen und Herausforderungen relevanter Themenfelder, insbesondere im Bereich der Medienbildung und politischen Kommunikation, praktisch zu durchdringen. Ob es um die Funktionsweise von Künstlicher Intelligenz, die Dynamiken der Nachrichtenproduktion im Lokaljournalismus oder die Verbreitung von Desinformation in sozialen Medien geht – durch das intensive Rollenspiel und das anschließende strukturierte Debriefing werden theoretische Konzepte unmittelbar erfahrbar und die eigene Urteilsfähigkeit geschärft. Lehrkräfte und Multiplikatoren erhalten dadurch nicht nur neue didaktische Werkzeuge für ihren Unterricht, sondern erlangen auch Handlungssicherheit im Umgang mit komplexen und kontroversen Themen.
Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit der Landeszentrale für Politische Bildung statt.
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| Schwerpunkte/Rubrik: | Medienbildung |
Weitere Hinweise
| Zusatzinformationen: | Das Planspiel umfasst insgesamt 6 Schulstunden á 45 Minuten. Es beginnt mit einer Erklärung des Spielablaufs und der Verteilung der Rollen- und Gruppenkarten (Pro-Aliens, Anti und Skeptiker) an die Schüler:innen. Anschließend erhält jede Gruppe einen Zeitungsartikel, der in die Spiel- Situation einleitet: Ein unbekanntes Flugobjekt wurde gesichtet und es wird über den Umgang mit dem Ereignis und der dem potenziellen Alien-Kontakt gesprochen. Auf dieser Grundlage erarbeiten die Gruppen ein Programm und ein Plakat, um die anderen Schüler:innen von ihrer Position zu über- zeugen. Ziel ist es, die Abstimmung am Ende des dritten Spielmonats, über den Umgang mit den vermeintlichen Aliens, zu gewinnen. Im Laufe der drei Spielmonate passen die Gruppen ihr Programm an die auftretenden Ereignisse und die veränderte Situation an. Dabei bekommen alle Gruppen unterschiedliche Interpretationen der auftretenden Ereignisse. In den Zwischenabstimmungen sehen die Gruppen anhand der Positionierungen der Klasse, wie sich die Stimmung verändert und wie die Klasse eingestellt ist. In der Endabstimmung wird darüber entschieden, ob die vermeintlichen Aliens willkommen geheißen oder abgewehrt werden sollen. Zu keinem Zeitpunkt im Spiel wird klar sein, ob die vermeintlichen Aliens tatsächlich existieren und ob ein Kontakt mit diesen bevorsteht. Zum Schluss wird ein emotionales und inhaltliches Debriefing durchgeführt.
Für Schüler:innen ab der 8. Klasse |
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