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Wahlpflichtfach Naturwissenschaften und Technik

Wahlpflichtfach Naturwissenschaften und Technik

Wahlpflichtfach Naturwissenschaften und Technik (GY Kl. 9/10)

Für den Schüler spielen bei der Entscheidung für sein Wahlpflichtfach vor allem seine Interessen und Neigungen eine Rolle. Damit leistet der Wahlpflichtbereich einen wesentlichen Beitrag zur individuellen Förderung des Schülers und ist auch im Kontext der Entwicklung der Berufswahlkompetenz zu sehen.

Das Wahlpflichtfach NWuT ermöglicht am Gymnasium die fächerverbindende Auseinandersetzung der Schüler mit naturwissenschaftlich-technischen Problemstellungen und die Vertiefung der vorhandenen naturwissenschaftlichen Kompetenzen. Ausgehend von den grundlegenden Zielen des neu konzipierten Wahlpflichtbereichs im Gymnasium (vgl. Lehrplan) werden die spezifischen Fachziele formuliert. Die fächerverbindende Komponente des neuen Faches und die Auswahl entsprechender Themen, die im Lehrplan als Module ausgewiesen sind, ermöglichen die Vernetzung verschiedener naturwissenschaftlicher Bereiche bezüglich eines gemeinsamen Kontexts.

Der modulare Aufbau des Lehrplans für das Wahlpflichtfach Naturwissenschaften und Technik bietet den Schulen die Möglichkeit, unter Berücksichtigung der jeweiligen Gegebenheiten geeignete Themenbereiche auszuwählen und diese im Rahmen der schulinternen Lehr- und Lernplanung auszugestalten.

In den Schuljahren 2013/2014 und 2014/2015 erproben die Schulen in einer Pilotphase den neuen Lehrplan. Die Inkraftsetzung ist nach einer Evaluationsphase für das Schuljahr 2015/2016 vorgesehen.

Leitgedanken und Ziele

  • fachübergreifende Auseinandersetzungen mit komplexen naturwissenschaftlichen und technischen Problemstellungen
  • Vertiefung der naturwissenschaftlichen Kompetenzen
  • fachübergreifendes Arbeiten ist in der Konzeption der traditionellen naturwissenschaftlichen Fächer fester Bestandteil und wird in diesem Fach vertieft
  • vielfältige Bezüge zu gesellschaftswissenschaftlichen bzw. technischen Themenbereichen
  • Anforderungen auf dem Gebiet der Naturwissenschaften und Technik erfordern interdisziplinäres Arbeiten (Module greifen grundsätzlich Inhalte und Kompetenzen aus mindestens zwei Naturwissenschaften auf)
  • Herausbildung eines Bewusstseins für nachhaltige Entwicklung und deren Bedeutsamkeit für zukünftige Generationen
  • Entwicklung einer positiven Einstellung gegenüber technischen und naturwissenschaftlichen Problemstellungen und deren Lösungen
  • Nutzung geeigneter regionaler und schulischer Gegebenheiten
  • Erhöhung der praktischen Anteile durch Exkursionen, verstärkte experimentelle Angebote, ergänzende bzw. erweiternde Projektvorschläge usw.


Organisatorische Hinweise

  • 6 Wochenstunden in Klasse 9 und 10 (Empfehlung 3 je Klassenstufe)
  • Bewertung wie in allen anderen Fächern / Noten sind versetzungsrelevant
  • Unterrichtsinhalte sind nicht Bestandteil der BLF in Klasse 10 und kein Bestandteil einer Abiturprüfung
  • Einsatz naturwissenschaftlicher Lehrkräfte (ggf. Geographie) ist auf Grund der Themen erforderlich
  • Lehrerwechsel innerhalb des Gesamtzeitraumes ist möglich
  • Beachtung  arbeitsschutzrechtlicher Vorgaben (z. B. Gefahrstoffverordnung)
  • in den Modulen ausgewiesene Experimente sind Empfehlungen und entsprechend den vorhandenen Rahmenbedingungen auszuwählen, anzupassen bzw. geeignet zu ersetzen
  • Nutzung der Fachräume des naturwissenschaftlichen Unterrichts ist erforderlich
  • bei geringen Schülerzahlen auch jahrgangsübergreifende Kurse möglich
  • regionale und schulische Besonderheiten sind durch die Modulwahl bzw. ein eigenes Modul realisierbar


Modulwahl im Wahlpflichtfach NWuT

Die didaktisch-methodische Gestaltung des Unterrichts, die Wahl der Unterrichtsformen sowie die Anordnung von Lerninhalten innerhalb eines Moduls obliegen dem Lehrer. Die Inhalte der einzelnen Module sind so gewählt, dass eine möglichst große Bandbreite naturwissenschaftlicher Themen in den Klassenstufen 9/10 zur Auswahl steht. Jedes Modul ist im Umfang auf etwa zwei bis drei Monate orientiert, so dass für den zweijährigen Einsatz insgesamt acht Module auszuwählen sind. Die Auswahl der Module erfolgt aus mindestens drei der vier Themenbereiche. Ein schulinternes Modul kann innerhalb der zwei Jahre integriert werden, sofern es sich in die Themenbereiche einordnen lässt und in Struktur und Diktion mit den Modulen im Lehrplan vergleichbar ist. Es ersetzt damit eines der acht zu wählenden Module. Die Reihenfolge der Module ist schulintern zu bestimmen und berücksichtigt die gegebenen Rahmenbedingungen. Dabei können im Interesse der Schüler und aus schulorganisatorischen Gründen auch jahrgangsübergreifende Varianten umgesetzt werden. Eine Gleichverteilung des Stundenvolumens auf die Klassenstufen 9 und 10 wird empfohlen. Innerhalb der Module ist entsprechend der Voraussetzungen und Rahmenbedingungen eine individuelle Schwerpunktsetzung und Vertiefung von naturwissenschaftlichen Themen möglich.

Unterrichtliche Umsetzung

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Ansprechpartner

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Thüringer Institut für
Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM)

Heinrich-Heine-Allee 2-4
99438 Bad Berka