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Praxiserfahrungen

Praxiserfahrungen

Schüler sammeln außerhalb der Schule Erfahrungen in der regionalen Wirtschafts- und Arbeitswelt. Für eine solche praxisnahe Berufsorientierung sind im Wesentlichen folgende Aktivitäten zu unterscheiden:

  • Betriebsbesichtigung
  • Betriebserkundung
  • Berufsfelderkundung
  • Berufsfelderprobung
  • Schülerbetriebspraktikum

Die Bezeichnungen wurden bei der Erarbeitung der „Landestrategie zur praxisnahen Berufsorientierung" im Abgleich mit den Thüringer Lehrplänen und im Sinne der Vergleichbarkeit der bislang angebotenen Aktivitäten vereinheitlicht. Der Thüringer Berufswahlpass ist seit Sommer 2013 entsprechend aktualisiert.

Zur Unterstützung der Praxiserfahrungen führen die Schüler Selbsterkundungstests durch, die durch weitere geeignete Testverfahren ergänzt werden können. In den zusätzlichen Testverfahren testen die Schülerinnen und Schüler ihre individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten praxisbezogen. Die Verfahren müssen den unterschiedlichen Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler bezogen auf deren Berufswahlkompetenz berücksichtigen.

Betriebsbesichtigung und -erkundung

Betriebsbesichtigung und -erkundung

Betriebsbesichtigung und -erkundung sind Unterrichtsverfahren, mit denen Schülerinnen und Schüler erstmalig Einblicke in Organisationsstrukturen von Unternehmen erhalten und Arbeitsfelder kennen lernen. Sie nehmen das Unternehmen gezielt wahr und erfassen dessen Merkmale. Weiterhin gewinnen sie durch Beobachtungen und Befragungen Einblicke in einen im Vorfeld individuell ausgewählten und begrenzten Praxisbereich. Für die Einstimmung der Schülerinnen und Schüler auf ihre ersten Praxiserfahrungen, die systematische bzw. spezifische Vorbereitung und die Reflexion im Unterricht sowie die Dokumentation im Thüringer Berufswahlpass trägt die Schule die Verantwortung. Die Durchführung der Betriebserkundung wird durch Unternehmen und andere externe Partner unterstützt.

Berufsfelderkundung und Berufsfelderprobung

Berufsfelderkundung und Berufsfelderprobung

Berufsfelderkundung ist ein Verfahren, bei dem Schülerinnen und Schüler Anforderungen eines von ihnen vor dem Hintergrund ihrer Interessen und Fähigkeiten bewusst ausgewählten Berufsfeldes über mehrere Stunden zusammenhängend erleben, es erkunden und sich praktisch ausprobieren. Für die Einstimmung auf diese Praxiserfahrung, die Vorbereitung, die Reflexion und die Dokumentation trägt die Schule die Verantwortung. Die Durchführung wird von Unternehmen und anderen externen Partnern unterstützt. Beispielsweise könnten fünf Berufsfelder innerhalb einer Woche erkundet werden.

Berufsfelderprobung ist ein Verfahren, bei dem Schülerinnen und Schüler Anforderungen eines von ihnen vor dem Hintergrund ihrer Interessen und Fähigkeiten bewusst ausgewählten Berufsfeldes über mehrere Tage zusammenhängend erleben. Hierbei erproben sie sich praktisch vertiefend in einem oder mehreren Berufsfeldern. Die Schule trägt die Verantwortung für die Einstimmung, die Vorbereitung, die Reflexion und die Dokumentation dieser Praxiserfahrung. Die Durchführung wird von Unternehmen und anderen externen Partnern unterstützt. Beispielsweise kann ein Berufsfeld innerhalb einer Woche erprobt werden.

Schülerbetriebspraktikum

Schülerbetriebspraktikum

Schülerbetriebspraktikum ist ein Unterrichtsverfahren, in dem sich die Schülerin/der Schüler nach zielgerichteter Bewerbung vor dem Hintergrund von Fähigkeiten, Werten und Interessen in einem Unternehmen hinsichtlich ihrer/seiner individuellen Berufswahlentscheidung spezifisch bewirbt und erprobt. Darüber hinaus vergleicht die Schülerin/der Schüler im Unterricht erworbene volks- und betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse mit deren praktischer Umsetzung in einem Unternehmen. Die Schülerin/der Schüler wird bei ihrer/seiner individuellen Zielsetzung von der Schule unterstützt, führt ein Praktikumstagebuch, das ihre/seine Praxiserfahrung dokumentiert, und erhält die Möglichkeit der individuellen Reflexion im Unterricht. Das Schülerbetriebspraktikum ist fester Bestandteil des schulischen Berufsorientierungskonzepts und der Schuljahresgesamtplanung.

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Begriffliches

Begriffliches

Im Sinne von Praxiserfahrungen umfasst der Begriff UNTERNEHMEN Betriebe, Institutionen, Organisationen und Behörden.

Materialien

Materialien

Zur Vor- und Nachbereitung von Praxiserfahrungen finden Sie im Thüringer Berufswahlpass unterstützende Materialien.

ESF-Schulförderrichtlinie

Ergänzende Maßnahme „Übergangskoordination":
Teilnehmererfassung

Einverständniserklärung der Eltern

Literatur

Literatur

  • Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (2010). Berufs- und Studienorientierung an Thüringer Schulen, Materialien-Nr. 155. Bad Berka: ThILLM Download aus der Mediothek
     
  • Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (2010). Berufs- und Studienorientierung - Erfolgreich zur Berufswahl., Materialien-Nr. 165. Bad Berka: ThILLM Download aus der Mediothek
     
  • Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (2010). Berufs- und Studienorientierung – Schul- und Unterrichtspraxis, Materialien-Nr. 168. Bad Berka: ThILLM Download aus der Mediothek