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Prävention

„Prävention von Schuldistanz beginnt in einem Unterrichtsalltag, der die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Schulbesuch schafft. Das positiv wahrgenommene Schulklima trägt dazu bei, die Lernmotivation und Leistungsbereitschaft des Schülers zu erhöhen.“ (Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Hrsg.): Fachliche Empfehlung zum Umgang mit Schuldistanz in Thüringen Erscheinungsformen Ursachen Grundsätze Handlungsschritte. Erfurt. 2013, S. 8.)

Prävention im Sinne der Gestaltung einer föderlichen Schul- und Unterrichtskultur sowie einer unterstützenden Beziehungsgestaltung zwischen Schüler*innen und Pädagog*innen ist bei der Verhütung von jeglichen Verhaltensauffälligkeiten ein wesentlicher Aspekt. In den Leitlinien für für die Beschulung von Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung wird Prävention als Stufe 1 – die förderliche Gestaltung des Kontextes -ausführlich beschrieben. (Vgl. Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Hrsg.): Leitlinien für die Beschulung von Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung. 2018, S. 4)

Im Rahmen eines mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds geförderten Projektes an Thüringer Regel- und Gemeinschaftsschulen mit einem hohen Anteil an Schülern*innen ohne Schulabschluss wurden individuelle Maßnahmen zur Förderung erprobt. Eine Reihe dieser Maßnahmen beziehen sich auch auf den Umgang mit Schuldistanz. Im Bereich Prävention lassen sich diese Maßnahmen einerseits der frühen Prävention und andererseits der späten Prävention zuordnen.

Frühe Prävention
Präventive Maßnahmen sollten bereits in unteren Klassen (Grundschule) ansetzen, um Schuldistanz im Ansatz zu verhindern. Grundlegend im Sinne früher Prävention ist die Festlegung einer schulinternen Regelung zum Umgang mit Fehlzeiten unter Einbeziehung der aller schulischen Gremien und die regelmäßige Information aller Beteiligten darüber.

Späte Prävention
Die späte Prävention führt die Ansätze der frühen Prävention weiter. Sie richtet sich an Schüler*innen, bei denen Anzeichen von Schulunlust, Demotivation oder ein fehlender Zugang zu theoretischen Lehrplaninhalten erkennbar sind. Erfolgreich zeigen sich hier Werkstattunterricht und der Trainingsraum. Unter die Kategorie fallen aber auch Gespräche mit den betroffenen Schüler*innen und eine verstärkte Elternarbeit, die mittelbar über den Einfluss der Sorgeberechtigten auf die Kinder und Jugendlichen wirkt. (Siehe auch Maßnahmen zum Umgang mit Schuldistanz in den ESF-geförderten Schulen. S. 2)