Veranstaltungsdaten

"Naiv, gutgläubig und leider auch gleichgültig"?
Politische​ Einstellung von Jugendlichen und Erwachsenen in der Demokratie als Herausforderung für die historisch-politische Bildung und Erziehung in der Schule

Veranstaltungs-Nr.: 200100501

Inhalt/Beschreibung

Im Fokus der Veranstaltung steht die Frage, inwieweit Jugendliche in der Schule auf ihre Rolle als Bürger*innen in der Demokratie vorbereitet werden können. Dabei ist entscheidend, welche Voraussetzungen innerhalb und außerhalb von Schule für die zivilgesellschaftliche und politische Bildung geschaffen werden. Lehrerinnen und Lehrer nehmen, neben den Wissenschaftler*innen an den Hochschulen und Universitäten, den Fachleiter*innen an den Staatlichen Studienseminaren zur Ausbildung der Referendare und anderen gesellschaftlichen Bildungsträgern, eine entscheidende Rolle ein. Sie sind für die Schüler*innen bei der Erlangung von Kompetenzen zur Analyse des politischen Geschehens, für Einstellungen und Identitäten, die Wahrnehmung von Partizipationsrechten und Zukunftserwartungen von großer Bedeutung.

Relevant für politische Bildung sind die Thüringer Lehrpläne der gesellschaftswissenschaftl​ichen Fächer, die mit ihren potentiellen zivilgesellschaftlichen und politischen Inhalten dazu beitragen, Schüler*innen demokratisch zu bilden und zu erziehen.
Demokratie im Sinne von Teilnahme der Menschen am politischen Geschehen geht auf das antike Griechenland zurück. Demokratie im Sinne von Vertretung, also von Repräsentation der Bürgerinnen und Bürger durch gewählte Politikerinnen und Politiker, ist im 18. Jahrhundert anzusiedeln. Die Französische Revolution und die amerikanische Unabhängigkeitsbewegung gelten als Meilensteine. Daher ist es zu kurz gegriffen, allein auf politische Bildung zu setzen, denn Jugendliche können gerade auch über historische Bildung lernen, Entwicklungsprozesse zu begreifen und erkennen, welche Staatsformen für ein Zusammenleben in der modernen, globalen und digitalisierten Welt von heute die Möglichkeit bieten, sich zu beteiligen und einen gleichberechtigten Platz in der Gesellschaft einzunehmen.

Der Wohlstand in unserer Gesellschaft kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass individuelles Engagement als Bürger*in gerade heute erforderlich ist. Die Zunahme populistischer Strömungen, die den Versuch unternehmen, demokratische Entwicklungen zu diskreditieren und die Demokratie infrage zu stellen, lässt uns aufmerksam werden für historisch-politische Entwicklungen der Vergangenheit. Damit einher geht die Auseinandersetzung mit Diktaturen in Geschichte und Gegenwart, um zu begreifen, wie die Würde des Menschen und deren Erhalt garantiert werden kann.

Demokratie ist fraglos die beste Herrschaftsform, da jeder Mensch politische Rechte besitzen und Politik sich an Grundsätzen wie Freiheit und Gleichheit orientieren sollte. Dies kann nur Demokratie leisten.
Demokratien verändern sich, da sich das Zusammenleben der Menschen verändert oder weil Probleme auftauchen, die oft nicht mehr vor den Grenzen eines Staates Halt machen.
Eine stabile demokratische Politik braucht deshalb immer beides, sowohl ein gewisses Maß an sozialer und wirtschaftlicher Gleichheit zwischen den Menschen als auch das politische Interesse und die aktive Beteiligung der Bevölkerung.

Weitere Informationen zur Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem Flyer in der Anlage.

Schwerpunkte/Rubrik:Fachfortbildung

Allgemeine Informationen

Fächer / Berufsfelder:
  • Ethik
  • Geschichte
  • Geographie
  • Sozialkunde
  • Sozialwesen
  • fächerübergreifend
  • Demokratiepädagogik
Zielgruppen:
  • Lehrer, Erzieher und Sonderpädagogische Fachkräfte
Schularten:
  • keine Schulart
Veranstaltungsart:Einzelveranstaltung
Gültigkeitsbereich:länderübergreifend
Dozenten:Dr. Frithjof Reinhardt, Institut für Philosophie und Kulturgeschichte Bad Berka
Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, Hertie School of Governance Berlin
Dr. Katrin Hahn-Laudenberg, Universität Wuppertal
Prof. Dr. Hermann Josef Abs, Universität Duisburg-Essen



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200100501 - 19.09.2019 - Weimarhalle, Unesco-Platz 1, 99423 Weimar - Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm)  

"Naiv, gutgläubig und leider auch gleichgültig"? Politische​ Einstellung von Jugendlichen und Erwachsenen in der Demokratie als Herausforderung für die historisch-politische Bildung und Erziehung in der Schule


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Anbieter


Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm)
Heinrich-Heine-Allee 2-4, 99438 Bad Berka

info@thillm.de
Tel.: 036458/560

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Anmeldung

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Termin

19.09.2019
08:30 bis 15:00 Uhr


Dauer: 6,5 Stunden
Anmeldeschluss: 19.09.2019

Veranstaltungsort

Weimarhalle, Unesco-Platz 1, 99423 Weimar

Anlagen

Kooperationspartner

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