Veranstaltungsdaten

Fachtag Geschichte: Thüringens jüdische Geschichte im Geschichtsunterricht

Inhalt/Beschreibung

Der 8. Fachtag Geschichte widmet sich anlässlich des Themenjahres den Spuren jüdischen Lebens in Thüringen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie eine integrierte deutsch-jüdische Geschichte jenseits des Holocausts im Geschichtsunterricht etabliert werden kann, um einer Reduzierung des Themas auf die Zeit des Nationalsozialismus entgegen zu wirken. In den angebotenen Workshops wird es daher auch darum gehen, gängige Narrative einer Minderheits- und Verfolgungsgeschichte und tradierte antisemitische Einstellungsmuster zu hinterfragen. Mit dem Tagebuch eines jüdischen Teenagers aus der Weimarer Republik (1925-1930), durch einen quellenkritischen Umgang mit den Fotos von der Deportation Eisenacher Juden 1942 oder der Entstehungsgeschichte des 1952 vollendeten, einzigen Neubaus einer Synagoge in der DDR werden sowohl lokale als auch überregionale Perspektiven auf die Geschichte Thüringens in den Blick genommen. Ein weiterer Workshop demonstriert, wie Lehrkräfte und Schüler*innen die digitale Plattform des Jüdischen Museums Berlin "Jewish Places" nutzen und durch eigene Recherchen zu lokalen Spuren jüdischer Geschichte mitgestalten können.

• Antisemitismus: Gegenwartsproblem und Gegenstand historischen Lernens  (Einführungsvortrag)
• Der einzige Synagogen-Neubau der DDR 1952 in Erfurt: Historisches Projektlernen an einem Erfurter Gymnasium (Claudia Bargfeld, Lehrerin für Geschichte und Tutorin des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten, Bericht zur Projektarbeit in Spurensuchen, S.  14-15: https://online.flippingboo​k.com/view/530642/6-7/
• Das Tagebuch der Eva Schiffmann aus Gotha (1925-1930) – nicht nur eine lokalgeschichtliche Quelle​ für den Geschichtsunterricht zur Weimarer Republik (Anke John/Laura Dolezich, Universität Jena)
• Das Jüdische Museum Berlin als außer- und innerschulischer Lernort: Jewish Places als digtiales Lernangebot zur jüdischen Geschichte (David Studniberg/Jüdisches Museum Berlin und Studierende der Universität Jena)
• Lernbereich Geschichtskultur: Die Deportation der Eisenacher Juden am 9. Mai 1942. Eine Fotoserie der lokalen NS-Geschichte und ihre geschichtskulturelle Verwendung (Juliane Palitza, Examenspreis der FSU 2015, Lehrerin für Geschichte und Französisch in Erfurt)







Schwerpunkte/Rubrik:Unterrichtsentwicklung

Allgemeine Informationen

Fächer / Berufsfelder:
  • Geschichte
Schularten:
  • Berufsbildende Schule
  • Gymnasium
  • Thüringer Gemeinschaftsschule
  • Regelschule
Veranstaltungsart:Einzelveranstaltung
Gültigkeitsbereich:landesweit
Leitung:Elke Deparade, ThILLM
Dozenten:Prof. Dr. Anke John; Claudia Bargfeld; Laura Dolezich; David Studniberg; Juliane Palitza

Weitere Hinweise

Zusatzinformationen:Aufgrund der Vorgaben der ThürSARS-CoV-2-IfS-MaßnVO und des Hygiene- und Infektionsschutzkonzepts des ThILLM und der FSU Jena ist die Teilnehmerzahl auf 35 begrenzt. Bitte melden Sie sich rechtzeitig an.
Veranstaltungs-Nr. (der Akkreditierungsstelle):228200501

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228200501 - 21.10.2021 - Friedrich-Schiller-Univers​ität, Hauptgebäude, Fürstengraben 1, 07743 Jena - Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM)   Anmelden nach Zugang

Fachtag Geschichte: Thüringens jüdische Geschichte im Geschichtsunterricht


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Anbieter


Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM)
Heinrich-Heine-Allee 2-4, 99438 Bad Berka


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Termin

21.10.2021
09:00 bis 15:00 Uhr


Dauer: 6 Stunden
Anmeldeschluss: 19.10.2021

Veranstaltungsort

Friedrich-Schiller-Univers​ität, Hauptgebäude, Fürstengraben 1, 07743 Jena

Anlagen

Kooperationspartner

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