Schulentwicklung - Aufgaben Schulentwicklung - Aufgaben

Aufgaben der Schulentwicklung und Inhaltsübersicht zum Bereich "Schulentwicklung"

Hauptaufgabe jeder Schulentwicklung muss es sein, eine hohe Qualität des Unterrichts und der Lernergebnisse der Schülerinnen und Schüler aller Bildungsgänge zu erreichen und nachhaltig zu sichern. Dem Rechnung tragend erfolgte eine systematische Anpassung sowie methodische Umstellung der Schulentwicklungsarbeit. Während nach der Wende vom Schulinteresse ausgelöste wissenschaftlich begleitete Schulversuche von einzelnen Schulen im Mittelpunkt standen, die einen Leuchtturmeffekt hatten, aber beim Transfer der Ergebnisse an Grenzen stießen, wurden zunehmend Konzepte der Weiterentwicklung von Unterricht und Schule angeboten, die an mehreren Standorten erprobt unmittelbar in die Fläche gingen. Beispiele hierfür sind die Praxisklassen sowie die Projektarbeitsprüfung an Regelschulen, das Seminarfach an Gymnasien, die Veränderte Schuleingangsphase in der Grundschule, Berufsorientierung an Förderschulen sowie das neueste Vorhaben 2 Fremdsprachen ab der Klassenstufe 5 an Regelschulen und Gymnasien. Nach diesem Konzept lassen sich fördernde wie hemmende Faktoren einer selbstständigen und eigenverantwortlichen Qualitätsentwicklung der Schule sowie Profilierungsmöglichkeiten prozessbegleitend leichter analysieren und damit Bedingungen für den Transfer deutlicher herausarbeiten.

Über diese Wirkungsorientierung darf allerdings nicht vergessen werden, dass evaluierte Daten die Schule als Gesamtsystem in den Mittelpunkt stellen und eine zielgerichtete und selbstständige Qualitätsentwicklung ermöglichen. Dies bedeutet, dass einerseits die Sichtweisen aller schulischen Akteure (wie Schüler, Eltern, Lehrer, Verwaltung, schulisches Umfeld) erfasst, andererseits aber auch wichtige fördernde oder hemmende Faktoren in schulrelevanten Arbeitsfeldern (wie Unterricht, Schulklima, Qualifikation, Kommunikation, Management, Leistungsbewertung) betrachtet werden. Erst auf dieser Grundlage können Kompetenzmessungen, Leistungsfeststellungen und Vergleichsergebnisse interpretiert und für die weitere schulische Entwicklungsarbeit nutzbar gemacht werden.

Aus der Analyse der Ausgangsdaten sollen Schulen ihr Schulentwicklungsprogramm bzw. Schulprofil entwerfen. Die in diesen Programmen festgelegten mittel- und langfristigen Entwicklungsziele bzw. -schwerpunkte leiten sich damit direkt aus der Datenerfassung ab und stellen den Schulentwicklungsprozess transparent dar. In den nachfolgenden Phasen gilt es, notwendige Zielvereinbarungen zu treffen sowie Strategien zur Qualitätsentwicklung zu erarbeiten. Verbunden mit einer kontinuierlichen Evaluation entsteht so ein sich ständig fortschreibendes Arbeitsprogramm für die Qualitätsentwicklung an Thüringer Schulen.


Eigenverantwortliche Schule und externe Evaluation

In diesem Bereich werden Materialien veröffentlicht, die die Thüringer Schulen auf ihrem Weg zur Eigenverantwortlichen Schule begleiten sollen. Das seit 2005 bestehende Verfahren wurde kontinuierlich weiterentwickelt.
Schulen sind nunmehr verpflichtend dazu angehalten, eine regelmäßige interne Evaluation zur Bewertung ihrer Schul- und Unterrichtsqualität vorzunehmen und an Evaluationen durch externe Experten teilzunehmen. Darüber hinaus sind die Schulen dem zuständigen Staatlichen Schulamt in Bezug auf die Arbeit an ihrer Zielvereinbarung rechenschaftspflichtig. mehr


Entwicklungsvorhaben Thüringer Bildungsmodell "Neue Lernkultur in Kommunen"

Das "Thüringer Bildungsmodell - Neue Lernkultur in Kommunen" (nelecom) zielt auf eine stärkere lokale Vernetzung von Bildungsangeboten und auf eine regionale Unterstützung von Kindern und Jugendlichen. In den beteiligten Kommunen sollen Kindergärten und Schulen mit Jugendhilfe, Eltern, Politik, Wirtschaft sowie Institutionen der Bildung und Weiterbildung gezielter zusammenarbeiten und somit eine neue Lernkultur schaffen. mehr


Qualitätsentwicklung

Im Bereich Qualitätsentwicklung findet man Informationen zum Entwicklungsprogramm für Unterricht und Lernqualität, Materialien für Schulentwicklung und zur Förderung von Lernkultur sowie Hinweise zum Entwicklungsprogramm "Hirngerechte Bildung in Kindergarten und Schule". Ziel des Entwicklungsprogramms für Unterricht und Lernqualität (EULe) ist u.a. eine nachhaltige Verbesserung des Unterrichts durch die Konzentration auf ein Lernen durch Verstehen, ein "verständnisintensives Lernen", und durch die Stärkung und Erweiterung entsprechender Fähigkeiten bei Lehrerinnen und Lehrern. mehr


Einschätzungen zur Kompetenzentwicklung

Die Umsetzung dieses Lehrplankonzepts in den Schulen Thüringens ist Herausforderung und Chance für die Weiterentwicklung von Unterricht und Schule. Ein Unterricht, der bei den Schülern Lernkompetenz entwickeln will, erfordert eine darauf ausgerichtete didaktisch-methodische Gestaltung mit Arbeits- und Lernformen für die selbstständige Einzel- und Gruppenarbeit und adäquate und aussagekräftige Formen der Beobachtung und Bewertung der einzelnen Kompetenzbereiche mit Hilfe von Handlungsmerkmalen. mehr


Bemerkungen und Gespräche zur Lernentwicklung

Im Schuljahr 2011/2012 sind die "Gespräche zur Lernentwicklung" eingeführt worden und ab dem Schuljahr 2013/2014 werden "Bemerkungen zur Lernentwicklung" an allen Thüringer Schulen verbindlich. mehr


Begabungsförderung

Die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Begabungen ist ein im Thüringer Schulgesetz verankerter Auftrag. Neben unterrichtsbegleitenden und -ergänzenden Maßnahmen zur Begabungsförderung an jeder Schule gibt es in Thüringen weitere Angebote, über die diese Seiten Auskunft geben. mehr


Logo Safer Internet Day 2010Vorhaben und Projekte

Auf dieser Seite findet man eine Übersicht über Vorhaben und Projekte an Thüringer Schulen. Die Themenvielfalt reicht dabei von Europa, über Demokratie, Förderung, Gesundheit, Gewaltprävention, Lesen, Medien bis hin zu Naturwissenschaften u.v.m. mehr


Logo Safer Internet Day 2010Nationale Bildungsstandards

Die Nationalen Bildungsstandards beschreiben, ausgehend von einem mittleren Anforderungsniveau, die erwarteten Lernergebnisse für die jeweilige Klassenstufe. Sie orientieren sich an allgemeinen Bildungs- und Erziehungszielen sowie den fachspezifischen und in der Schulpraxis bewährten Kompetenzmodellen. Von Beginn an arbeitete Thüringen bei der Entwicklung der Standards mit und stellte in der Fachkommission Mathematik den Vorsitz. Die landesspezifische Umsetzung der Nationalen Bildungsstandards wirkt sich auf die Lehrplanentwicklung, Lehreraus- und -fortbildung sowie die Unterrichts- und Schulentwicklung aus. mehr


Logo Safer Internet Day 2010Thüringer Regelschule

Die Thüringer Regelschule hat sich erfolgreich entwickelt und über die Landesgrenzen hinaus Beachtung gefunden. Sie ist das Kernstück des Thüringer Schulsystems, denn sie sichert für die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler eine theoretisch fundierte, aber gleichzeitig praktisch und lebensnah orientierte Schulbildung. Thüringer Regelschülerinnen und -schüler haben maßgeblichen Anteil am guten Ergebnis Thüringens im deutschen PISA-Vergleich. Regelschüler sind mit ihrem Abschluss ausbildungsfähig und können zusätzlich studierfähig werden. mehr


Logo Safer Internet Day 2010Gymnasium - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Thüringer Gymnasien befinden sich in einem Prozess der Weiterentwicklung. Die Qualität des Unterrichts soll allen Schülerinnen und Schülern eine vertiefte Allgemeinbildung, eine fundierte Sprachenbildung und ein grundlegendes Verständnis naturwissenschaftlicher Arbeitsweisen vermitteln. Auf dieser Seite sollen Antworten und Anregungen gegeben werden, die von Schulpraktikern und dem Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur gemeinsam erarbeitet wurden.  mehr


Logo Safer Internet Day 2010Schule und Gesundheit

In diesem Bereich befinden sich neben Hinweisen zur Erstellung eines Schulkonzeptes zur Gesunderhaltung und gesunden Lebensweise an Thüringer Schulen auch Informationen zu Schulsportwettbewerben in Thüringen. Die "Hinweise zur Erstellung eines Schulkonzeptes zur Gesunderhaltung und gesunden Lebensweise an Thüringer Schulen" bieten Informationen zur Gesundheitsförderung in der Schule, Beispiele zu Kontextbedingungen in Ernährung, Bewegung, Gesundheits- und Sexualerziehung, Gewaltprävention, Sucht- und Drogenprävention, Sicherheits- und Umwelterziehung, Verkehrserziehung sowie Informationen zu zahlreichen Beispielprojekten, die für die Schulen und auch für die Eltern interessant und hilfreich sind. mehr