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Aktuelles Stand 20.09.2017

Aktuelles (Stand 20.09.2017)

ESF-geförderte BO-Maßnahmen ab Schuljahr 2017/2018

Schülerinnen und Schüler an Thüringer Schulen, die auf den Erwerb des Haupt- und Realschulabschlusses vorbereiten, können als zusätzliche Praxiserfahrungen ab 14. August 2017 „Berufsfelderkundungen" und „Berufsfelderprobungen" nutzen. Dafür wurden in Konzeptauswahlverfahren pro Gebietskörperschaft Bildungsträger ermittelt, die zur Planung des Schuljahres 2017/2018 die jeweiligen Schulen kontaktieren.
Gemäß ESF-Schulförderrichtlinie sind für zusätzliche Praxiserfahrungen diejenigen Berufsfelder förderfähig, die a) entsprechend den Bedarfsentwicklungen im Freistaat Thüringen und/oder b) entsprechend den jeweiligen regionalen Bedingungen auf eine Ausbildung vorbereiten, insbesondere in den Bereichen Technik sowie Gesundheits- und Sozialpflege. Details sind der Übersicht „Geförderte Berufsfelder" (siehe Downloadbereich) zu entnehmen.
Hinweise zur Umsetzung sind für die Schulen im Folgenden klassenweise zusammengestellt:

Klasse 7 (Stand 1.9.2017)
Klasse 8 (Stand 20.9.2017)
Klasse 9 (Stand 27.7.2017)

Schülerinnen und Schüler an Thüringer Schulen, die auf den Erwerb der allgemeinen Hochschulreife vorbereiten, können ab Januar 2018 als zusätzliche Praxiserfahrungen „Berufsfelderkundungen" und „Berufsfelderprobungen" im Bereich MINT nutzen. Derzeit werden die Anbieter (Bildungsträger) in Konzeptauswahlverfahren pro Gebietskörperschaft ermittelt. Gemäß ESF-Schulförderrichtlinie sind für zusätzliche Praxiserfahrungen im Bereich MINT diejenigen Berufsfelder förderfähig, die auf eine technisch orientierte Ausbildung bzw. ein Studium im ingenieurwissenschaftlichen bzw. mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereich vorbereiten. Im „Downloadbereich MINT" sind in Vorbereitung der Praxiserfahrungen Übersichten zu Berufsfeldern und die Schülerlisten bereits eingestellt. Hinweise zur Umsetzung der zusätzlichen Praxiserfahrungen werden in Kürze veröffentlicht.

Zur individuellen Unterstützung von Schülerinnen und Schülern im Rahmen ihrer Zukunftsplanung und Begleitung ihres Übergangs ins Berufs- bzw. Arbeitsleben wurde die ergänzende Maßnahme „Übergangskoordination“ eingerichtet. Informationen zu den Zielgruppen der Maßnahme und zu den Aufgaben der Übergangskoordinatoren finden Sie hier.

Handbuch Schulische Berufsorientierung

Handbuch Schulische Berufsorientierung

Zum Abschluss der sechsjährigen Entwicklungsarbeit des wissenschaftlichen Projekts „Entwicklung eines Thüringer Berufsorientierungsmodells: Forschungsgestützter Aufbau eines schulischen Kompetenzentwicklungssystems mit nachhaltiger Schulentwicklung" (ThüBOM; 2008-2013) liegen nunmehr die Ergebnisse im Handbuch Schulische Berufsorientierung vor. Schulen erhalten Unterstützung in ihrer praktischen Arbeit im Feld der Berufsorientierung. Die gesammelten Materialien und Anregungen sind ebenso für die Aus-, Fort- und Weiterbildung von allen am Prozess der schulischen Berufsorientierung beteiligten Akteure gedacht. Lehrerinnen und Lehrer, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen sowie die Beraterinnen und Berater der Arbeitsagentur, aber auch Eltern können diese Materialien nutzen, um ihr gemeinsames Ziel, Jugendliche zu einem erfolgreichen Übergang in die Berufswelt zu begleiten, zu erreichen.

In den einzelnen Kapiteln des Handbuchs Schulische Berufsorientierung werden Instrumente und Materialien vorgestellt, die als Anregung und praktische Unterstützung dienen sollen. Alle Anhänge (z.B. Leitfäden, Fragebogen), auf die im Text verwiesen wird, sind ausschließlich hier als pdf-Dateien abrufbar und können als Kopiervorlage im A4-Format genutzt werden.

Anhang A: Fragebogen Berufswahlkompetenz

Anhang B: Skalendokumentation zum Fragebogen Berufswahlkompetenz

Anhang C: Auswertungsleitfaden zum Fragebogen Berufswahlkompetenz

Anhang D: Testleiterinstruktion für den Fragebogen Berufswahlkompetenz

Anhang E: Aufsatz zur Berufswahl

Anhang F: Auswertungsraster für den Aufsatz zur Berufswahl

Anhang G: Testleiterinstruktion für den Aufsatz zur Berufswahl

Anhang H: Arbeitsblätter zum Besuch des BIZ

Anhang I: Praktikumstagebuch ThüBOM

Anhang J: Leitfaden zur Entwicklung des schulischen Berufsorientierungskonzept​s

Grundsätzliches

Grundsätzliches

Berufsorientierung ist die Förderung der Kompetenz, Berufsbiografien zu entwerfen, vorzubereiten und zu gestalten. Sie ist als individueller und kontinuierlicher Prozess der Berufswege- und somit Lebensplanung zu verstehen, der in Kindergarten und Grundschule beginnt, in den weiterführenden Schulen intensiviert wird, in einen Beruf mündet, zum Erwerb von Berufserfahrungen führt, über Fort- und Weiterbildung in andere Berufsfelder wechseln lässt und lebenslanges Lernen umfasst. Berufsorientierung schließt das Studium als Bildungsweg ein und versteht sich somit auch als Studienorientierung.

Berufswahlkompetenz ist als Bündel spezifischer kognitiver Fähigkeiten, motivationaler Orientierungen und Handlungsfähigkeiten zu sehen, die es einer Person ermöglichen, eine wohlbegründete Entscheidung für eine nachschulische Ausbildung zu treffen sowie sich in wiederkehrenden berufsbiografisch relevanten Situationen zu bewähren.

Berufswahlvorbereitung stellt einen Teilaspekt der Berufsorientierung dar. Sie ermöglicht den Schülern die Aneignung von Kenntnissen, Erkenntnissen, Erfahrungen und Fähigkeiten, die sie in die Lage versetzen, eine Berufswahlentscheidung vor dem Hintergrund ihrer Interessen und der Arbeitsmarktperspektiven treffen zu können.



Was bedeutet dies für die Arbeit an Thüringer Schulen?

Das aktuelle Verständnis von Berufsorientierung geht davon aus, dass sie mehr als die einmalige, lineare Berufswahlvorbereitung auf eine Berufs- oder Studienwahlentscheidung ist. Die Entwicklung der individuellen Berufswahlkompetenz stellt für Schule als einen Partner im Berufswahlprozess der jungen Heranwachsenden eine Herausforderung dar. Die Arbeit an der jeweiligen Schule stellt sich als komplexes Handeln auf den Ebenen der Schulorganisation, des Unterrichts und des Personals dar. Dabei gewinnen Begleitung und Moderation als Formen pädagogischer Unterstützung in der schulischen Berufsorientierung an Bedeutung. Junge Menschen werden so bestärkt, den eigenen Berufswahlprozess selbstgesteuert und eigenverantwortlich zu gestalten.
Berufsorientierung ist als didaktisches Grundprinzip in Schulleitbild und Schulorganisation umzusetzen. Jede Schule erarbeitet im Rahmen der eigenverantwortlichen Gestaltung der Schulentwicklung ein Konzept zur Berufsorientierung. Es beschreibt für die jeweilige Entwicklungsphase (vgl. Berufswahlkompetenzmodell nach ThüBOM) der Schülerinnen und Schüler die Ziele der Berufsorientierung und deren Erreichung. Die Konzeptarbeit schließt die Evaluation der Angebote zu methodisch vielfältigen, outputgesteuerten Lerngelegenheiten an verschiedenen Lernorten und die Kooperation mit (externen) Partnern ein. Die Erarbeitung und die Realisierung erfolgt in gemeinsamer Verantwortung mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit auf der Grundlage der „Landesstrategie zur praxisnahen Berufsorientierung in Thüringen" (September 2013).

Materialien

Materialien

  • Thillm-Broschüre "Berufs- und Studienorientierung an Thüringer Schulen - Materialien-Nr. 155" (Lernobjekt in der Mediothek) mit aktuellen Erkenntnissen zur Didaktik und zu den Methoden der Berufsorientierung, zum Kompetenzverständnis der Thüringer Lehrpläne und Bezug zu den Bildungsstandards. Ebenso werden die veränderten Aufgaben von Schule im Prozess von Kompetenzentwicklung und Qualitätssicherung dargestellt. Dem Berufswahlpass als zentralem Instrument der Berufsorientierung in Thüringen ist ein weiteres Kapitel gewidmet.
     
  • Thillm-Broschüre "Berufs- und Studienorientierung - Erfolgreich zur Berufswahl. Ein Orientierungs- und Handlungsmodell für Thüringer Schulen. - Materialien-Nr. 165" (Lernobjekt in der Mediothek). In ihr werden auf der Grundlage des von der Universität Erfurt entwickelten Berufswahlkompetenzmodells Standards und Qualitätskriterien nachhaltiger schulischer Berufsorientierung beschrieben. Zur Selbstevaluation des eigenen Stands bezüglich der Förderung von Berufswahlkompetenz und zur weiteren Qualitätsentwicklung steht den Schulen in der Broschüre - und als Lernobjekt in der Mediothek - die "Checkliste einer berufswahlkompetenten Schule" zur Verfügung.
     
  • Thillm-Veröffentlichung „Berufs- und Studienorientierung - Schul- und Unterrichtspraxis. – Materialien-Nr. 168" (Lernobjekt in der Mediothek)
    Lehrerinnen und Lehrern wurden zu Beginn des Schuljahres 2012/13 Materialien an die Hand gegeben, mit deren Hilfe sie die schulische Berufsorientierung konzeptionell und methodisch erweitern können. Sie versteht sich als Anleitung für die Nutzung der vielfältigen Angebote zur Berufs- und Studienorientierung im Thüringer Schulportal.
     
  • Den Schülerinnen und Schülern aller Schularten stehen mit Beginn des Schuljahres 2014/2015 beschreib- und speicherbare Dateien des Thüringer Berufswahlpasses zur Verfügung.

 

Hinweis

Die Mediothek des Thüringer Schulportals bietet unter dem Schlagwort "Berufswahlkompetenz" zahlreiche Lernobjekte zur Schul- und Unterrichtspraxis an. Die Lernobjekte unterstützen die Förderung von Berufswahlkompetenz entlang den Dimensionen "Wissen", "Motivation" und "Handlung". Weitere Materialien - wie z.B. Filmsequenzen zu verschiedenen Berufen - sind zu finden, wenn bei Nutzung der direkten Suche über "Sachgebiete" die Rubriken Berufliche Bildung, Praxisorientierte Fächer, Sachgebietsübergreifende Themen oder Wirtschaftskunde verwendet werden.

Lernobjekte zur Berufswahlkompetenz in der Mediothek des Thüringer Schulportals


Berufswahlkompetenz: Fahrrad...
(öffentlich) Spiel zu Kommuni...
Online-Medium (2011)

Berufswahlkompetenz: Berufsb...
(öffenlich) Auseinandersetzu...
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Berufswahlkompetenz: Erfindu...
(öffentlich) Spiel zur zeitl...
Online-Medium (2012)

Berufswahlkompetente Schule
(öffenlich) Arbeit mit den Qual...
Online-Medium (2011)

Berufswahlkompetenz: Dimensi...
(öffentlich) Arbeit mit den En...
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Berufswahlkompetenz: Mut, En...
(öffenlich) Entscheidungen s...
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Berufswahlkompetenz: Wie find...
(öffentlich) Welche Kriterie...
Online-Medium (2011)

Heft 165: Berufs- und Studieno...
(öffentlich) Berufswahlkompetenz
Online-Medium (2010)

Heft 155: Berufs- und Studieno...
(öffentlich) Berufswahlkompetenz
Online-Medium (2010)

Heft 168: Berufs- und Studieno...
(öffentlich) Berufswahlkompetenz
Online-Medium (2012)
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Hinweise

Hinweise

  • Was soll ich studieren? Unterstützung bei der Beantwortung dieser Frage bietet der kostenlose, wissenschaftlich fundierte und anonyme Studium-Interessentest SIT. mehr
     
  • Als Eltern Fragen zu den Stipendienmöglichkeiten für ihr Kind beantwortet bekommen - Kontakt zum Elternkompass mehr
     
  • "Fit für die Zukunft - AbiturientInnen in die Arbeitswelt von morgen begleiten." Die neue STUDIENKOMPASS Broschüre für Eltern steht zur Verfügung. mehr

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Ansprechpartner

Ansprechpartner

Thüringer Institut für
Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM)

Heinrich-Heine-Allee 2-4
99438 Bad Berka

Landesstrategie

Landesstrategie

Landesstrategie zur praxisnahen Berufsorientierung in Thüringen

Testverfahren/Potenzialanalyse

Testverfahren/Potenzialanalyse

Die Landesstrategie geht von der Potenzialanalyse als längerfristigem Prozess mit Berufswahlpass und praxisbezogenem Testverfahren aus. Der Einsatz des Testverfahrens ist in Klasse 8 (alle Schularten) nach der Berufsfelderkundung (in Klasse 7) vorgesehen, um den weiteren Berufswahlprozess der jeweiligen Schülerin/des jeweiligen Schülers hin zur Berufsfelderprobung (nach dem Testverfahren in Klasse 8) und ins Schülerbetriebspraktikum (Klasse 8 und später) zu unterstützen.
Das Projekt „Berufsorientierung als Kooperationsaufgabe" hat Empfehlungen zur Anpassung praxisorientierten Testverfahren erarbeitet.

BOKOOP-Empfehlungen Stand 31.08.2016