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Lernen durch Engagement

Thüringer Schulen beteiligen sich am bundesweiten Netzwerk „Lernen durch Engagement“. Mit Lernen durch Engagement (engl. Service-Learning), das gesellschaftliches Engagement mit fachlichem Lernen im Unterricht verbindet, erleben Schülerinnen und Schüler bereits in der Schule, wie man im Kontext von Ökologie, Sozialem, Kultur und Politik Verantwortung übernimmt.

Dazu schloss das Ministerium eine Kooperationsvereinbarung mit der Freudenberg Stiftung (Weinheim), mit der die Zusammenarbeit bis 2019 fortgeschrieben wird. Diese sieht Unterstützungsmaßnahmen für die Schulen bei der Arbeit an entsprechenden Projekten mit „Lernen durch Engagement“ vor. „Damit schaffen wir Voraussetzungen, damit Schülerinnen und Schüler nacherlebbare und praktische Demokratie-Erfahrungen machen können und sich in der Schule aktiv mit Grundlagen der Gesellschaft auseinandersetzen“, unterstreicht Pia Gerber, Geschäftsführerin der Freudenberg Stiftung. „Thüringen ist da auf einem guten Weg.“

Seit 2017 ist das Schlüsselprogramm Service-Learning – Lernen durch Engagement der Freudenberg Stiftung in eine eigene Stiftung ausgegründet. Die Stiftung Lernen durch Engagement führt nahtlos die erfolgreiche Arbeit der Freudenberg Stiftung fort.

Schulen und Lehrkräfte, welche im Netzwerk „Lernen durch Engagement“ mitwirken, werden künftig unterstützende Fortbildungsangebote erhalten. Angestrebt wird zudem die Verknüpfung mit bestehenden Programmen und die vertiefte Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern. Dem Projekt kommt dabei auch die Unterstützung des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) zugute. Seit 2013 koordiniert das Thüringer Kompetenzzentrum Lernen durch Engagement am ThILLM die landesweiten Netzwerk-Aktivitäten. Auch künftig wird das ThILLM diese Schlüsselrolle wahrnehmen. Auch der „Thüringer Bildungsplan bis 18“ verweist unter der Rubrik der zivilgesellschaftlichen Bildung explizit auf „Service-Learning“.

Zum bundesweiten Netzwerk „Lernen durch Engagement“ gehören 150 Schulen. In Thüringen hat sich die Zusammenarbeit mit der Freudenberg Stiftung/Stiftung Lernen durch Engagement bewährt. Mehrere Schulen profitieren von den Unterstützungs- und Netzwerkangeboten.

Die Qualitätsstandards:
1. Realer Bedarf
Das Engagement der Schüler*Innen reagiert auf einen echten Bedarf bzw. ein reales Problem in ihrer Stadt oder Gemeinde. Die Schüler*Innen sind in Auswahl und Planung ihres Engagements einbezogen und übernehmen bei ihrem Engagement Aufgaben, die von allen Beteiligten als sinn- und bedeutungsvoll wahrgenommen werden.

2. Unterrichtliche Einbindung
Lernen durch Engagement ist Teil des (regulären) Unterrichts (strukturelle curriculare Anbindung) und das Engagement der Schüler*Innen wird bewusst und explizit mit Unterrichtsinhalten verknüpft (inhaltliche curriculare Anbindung).

3. Reflexion
Es findet eine regelmäßige und bewusst geplante Reflexion der Erfahrungen der Schüler*Innen statt.

4. Engagement außerhalb der Schule
Das praktische Engagement der Schüler*Innen findet außerhalb der Schule statt und in Zusammenarbeit mit Engagementpartnern statt.

5. Schülerpartizipation
Die Schüler*Innen sind aktiv an der Planung, Vorbereitung und Ausgestaltung des LdE-Vorhabens beteiligt.
6. Anerkennung und Abschluss
Das Engagement und die Leistungen der Schüler*Innen werden durch Feedback im gesamten Prozess und bei einem anerkennenden Abschluss gewürdigt.

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Ansprechpartner

Ansprechpartner

Thüringer Institut für
Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM)

Heinrich-Heine-Allee 2-4
99438 Bad Berka