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Ethik in der Grundschule

Ethik in der Grundschule

Im Ethikunterricht der Grundschule steht der heranwachsende Mensch im Mittelpunkt, der zu
freier Entscheidung fähig ist und Verantwortung übernimmt. Anknüpfend an die frühen Erfahrungen zur Identitätsentwicklung des Kindes in der Familie und im Kindergarten setzt sich der Schüler im Ethikunterricht mit seiner personalen und sozialen Identität auseinander. Indem er eigene Bedürfnisse und Wirkungen wahrnimmt, sie formuliert sowie kritisch hinterfragt, stärkt er seine Persönlichkeit.

Schon frühzeitig erfährt der Schüler durch soziale Bindungen die Bedeutung von Familie. Ihm wird bewusst, dass er Teil von unterschiedlichen sozialen Beziehungen ist (z. B. in Familie, Schule, Freundschaften). Der Schüler lernt, den anderen und anderes zu achten.
 
Er erkennt, dass Regeln und Normen sowie Rechte und Pflichten innerhalb von Gemein-schaften erforderlich und bedeutsam sind. Verantwortung, Achtsamkeit und Wertschätzung für sich selbst und andere werden entwickelt.

Der Schüler kann die moralische Bedeutung von Situationen des Alltags sowie Grenzsituationen wahrnehmen und diese beschreiben. Aus seiner Erfahrung heraus bewertet, argumentiert und urteilt er. Dabei werden sowohl eigene Handlungsweisen als auch die anderer reflektiert.

Der Ethikunterricht soll die Interessen und Neigungen von Jungen und Mädchen in gleichem Maße ansprechen und fördern sowie an ihre Erfahrungswelt anknüpfen. Individuelles und gemeinsames Lernen in verschiedenen Arbeits- und Sozialformen sind Grundlage für die Unterrichtsgestaltung.

Der Unterricht ist ausgerichtet auf die Vermittlung von Werten und Normen und knüpft dabei an vorhandene Kenntnisse der Vorschulzeit an. Die Neugier für ein Weltverständnis und die Entwicklung der Urteilsfähigkeit erfordern ein Sensibilisieren für die Umwelt sowie das Weltverständnis, wobei kognitive Kenntnisse erweitert und vertieft werden.
 
Das Erkennen des eigenen Ichs und die Stellung innerhalb des sozialen Umfeldes werden fokussiert. Als Teil einer pluralistischen Gesellschaft setzt sich der Schüler mit seinem Kulturkreis und anderen Kulturkreisen auseinander. Dabei erhält er nicht nur Kenntnisse über diese, sondern entwickelt auch Akzeptanz und Toleranz. In seiner Betrachtungsweise wird er befähigt, die Perspektive bei einer Urteilsfindung zu wechseln.

Die altersgemäße Vermittlung und Untersuchung der vier Kantischen Fragen:

  • Was kann ich wissen? (Erkenntnistheorie)
  • Was soll ich tun? (Moral und Ethik)
  • Was darf ich hoffen? (Religion und Gesellschaftstheorie)
  • Was ist der Mensch? (Anthropologie)


erfolgt in ersten Ansätzen und wird in den Lehrplänen der weiterführenden Schularten fortgeführt und vertieft.

Vgl. Lehrplan für die Grundschule und für die Förderschule mit dem Bildungsgang der Grundschule Ethik 2010, S.5

Der Unterricht erfolgt auf Grundlage des   Thüringer Lehrplans für die Grundschule für das Fach Ethik.

Lehrplan

Neben dem Fachlehrplan für Ethik werden in der Mediothek des Thüringer Schulportals Impulsbeispiele für den Unterricht vorgestellt. Für diese bilden die Lehrpläne den Orientierungsrahmen. Mit Hilfe dieser Impulsbeispiele wird deutlich, welche Unterrichtsarrangements das Erreichen der im Lehrplan geforderten Ziele für die Kompetenzentwicklung ermöglichen.

 

Impulsbeispiele Ethik


Ethik - Feste im Jahreskreis -...
(öffentlich) Impulsbeispiel ...
Online-Medium (2012)

Ethik - Eigene Gefühle und die ...
(öffentlich) Impulsbeispiel ...
Online-Medium (2012)

Ethik - Rechte und Pflichten i...
(öffentlich) Impulsbeispiel ...
Online-Medium (2012)

Ethik - Der Regenbogen - Klass...
(öffentlich) Impulsbeispiel ...
Online-Medium (2012)

Ethik - Augenblicke im Leben -...
(öffentlich) Impulsbeispiel ...
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Ethik - Kennenlernen von Umga...
(öffentlich) Impulsbeispiel ...
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Ethik - Lebende und nicht lebe...
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Ethik - Albert Schweitzer, ein...
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