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Sprachunterricht Französisch

Französisch im globalen Kontext

Französisch wird von über 200 Millionen Menschen auf allen fünf Kontinenten gesprochen. 68 Staaten und Regierungen sind frankophon. In dieser Zeit der noch stärker werdenden Globalisierung wird fremdsprachliche Kompetenz zu einer maßgeblichen Voraussetzung für das friedliche und tolerante Miteinander. Mehrsprachige Kompetenz und lebenslanges Lernen sind ein allgemeines Bildungserfordernis der Bürger in Europa. Nur wer mehrere Sprachen spricht, wird in der Lage sein, sich den kulturellen Reichtum Europas und weltweit die Denkweise (auch frankophoner) Partnerländer der Bundesrepublik Deutschland zu erschließen. Neben Englisch, das über mehr als 6.000 Wörter französischen Ursprungs verfügt, wird eine zweite oder dritte sowie weitere Fremdsprache zu beherrschen immer mehr zur Schlüsselqualifikation auf dem weltweiten Arbeitsmarkt.

Französisch dient neben Englisch weltweit als wichtige Verkehrs- und Amtssprache sowie als Kommunikationsmittel in zahlreichen internationalen Organisationen wie der Europäischen Union, der UNO, der NATO, dem Roten Kreuz, dem Internationalen Olympischen Komitee.

Kenntnisse des Französischen ermöglichen und unterstützen zudem das rezeptive Verständnis anderer romanischer Sprachen und ebnen so deren leichteren Erwerb.

Französisch an Thüringer Schulen

Französisch kann in allen Schularten je nach Stundentafelvorgabe als zweite, dritte, in der Einführungsphase der Thüringer Oberstufe als neu einsetzende Fremdsprache gelernt, auf gA-Niveau weitergeführt und als eA-Niveau-Kurs ins Abitur eingebracht werden.
Französisch wird als erste Fremdsprache ab der Klassenstufe 5 an einigen Gymnasien angeboten, darunter sind auch die drei  bilingual Französisch arbeitenden Gymnasien Thüringens.
An diesen drei Gymnasien ist Französisch in den Sachfächern (Sprung zu letztem Textabschnitt dieser Seite) ab Klassenstufe 7 in géographie, histoire und instruction civique Unterrichtssprache.
Aufbauend auf diesen erweiterten Sprach- und Sachkenntnissen und gemäß den Voraussetzungen der Verwaltungsabsprache AbiBac, erwerben seit 2011 Schüler am Humboldt-Gymnasium in Weimar in einer zusätzlichen freiwilligen (Literatur-)Prüfung vor einer jury, unter dem Vorsitz eines französischen Prüfungsbeauftragten, das französische Abitur (baccalauréat).
Der Schüler, der seine Kenntnisse im Französischen durch ein Diplom bestätigen lassen möchte, kann sich den Prüfungen zum Diplôme d’étude en langue française (Delf) unterziehen und so sein (Sprachen)- Portfolio bereichern.

Grundlagen und Thüringer Lehrpläne für den Unterricht im Fach Französisch

Ziel des Unterrichts in einer modernen Fremdsprache ist die Befähigung zum fremdsprachigen Handeln in interkulturellen Verstehens- und Verständigungssituationen. Der Unterricht ermöglicht es dem Schüler, authentische Einblicke in die Lebenswirklichkeit frankophoner Sprachräume und Kulturkreise zu gewinnen, diese zu verarbeiten, sie zu reflektieren und entsprechend zu handeln. So wird eine fundierte Basis für ein Weiterlernen der französischen Sprache sowohl im Studium als auch im privaten Bereich, werden optimale Voraussetzungen für berufliche Entwicklungsmöglichkeiten geschaffen.
Den Thüringer Lehrplänen aller Schularten liegt der  Gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen zugrunde.

Für alle weiterführenden Schulen sind die Bildungsstandards für die erste Fremdsprache (Englisch/Französisch) für den Mittleren Schulabschluss die Grundlage.

Die einheitlichen Prüfungsanforderungen (EPA) Französisch, bundesweit gültig, beschreiben das Abschlussniveau der Abiturprüfung Französisch.

Die weiterentwickelten Thüringer Lehrpläne für den Unterricht im Fach Französisch (2011) an allgemeinbildenden Schulen nehmen diese Vorgaben auf:

Lehrplan Grundschule
Lehrplan Regelschule  
Lehrplan Gymnasium

Im Sinne der Mehrsprachigkeit bilden die Thüringer Lehrpläne für Fremdsprachen und Muttersprache Deutsch auch sprachenübergreifende Kompetenzen ab (z. B. Lehrplan Französisch, S.11; ausführliche Informationen finden Sie unter der Rubrik  Sprachenübergreifendes Lernen.

Die bilingualen Züge in Thüringen in Englisch und Französisch arbeiten auf Grundlage der folgenden bilingual ausgerichteten Lehrpläne:

Geschichte
Geografie
Sozialkunde

Die neue Lehrplangeneration wird ab dem Schuljahr 2012/2013 erstellt.

 
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Ansprechpartner am Thillm

Ansprechpartner am
Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien

Herr Karl Bauerfeind
karl.bauerfeind@thillm.de
 036458-56220