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Sprachunterricht Deutsch

Dem Fach Deutsch kommt für die Schülerinnen und Schüler eine grundlegende Bedeutung im Rahmen ihrer Kompetenzentwicklung von der Grundschule bis zur allgemeinen Hochschulreife bzw. Berufsausbildung zu. Beim Umgang mit der deutschen Sprache erwerben die Schüler Kompetenzen, die ihnen helfen, ihre Welt zu erfassen, zu ordnen und zu gestalten. Sie werden dazu befähigt, sich in einer vorwiegend medial vermittelten Umwelt zu orientieren. Dabei wird ihnen bewusst, was Sprache ist und was sie leisten kann.

„Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt.“
(Ludwig Wittgenstein)


Zentrale Aufgabe des Deutschunterrichts ist die Vermittlung wesentlicher Kompetenzen im sprachlich-kommunikativen Bereich, die eine unerlässliche Basis für Lehr- und Lernprozesse auch in den anderen Fächern darstellen. Die sprachlichen Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler müssen zielgerichtet und systematisch während ihrer gesamten Schulzeit entwickelt werden, der Sprachlernprozess ist ein lebenslanger Prozess.
Der kompetente Gebrauch der Muttersprache ist für jeden Menschen unentbehrliche Grundlage für seine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, für die eigenverantwortliche Bewältigung von Anforderungen in Schule, Alltag, Gesellschaft und Arbeitswelt.
Sprachlich kompetent zu sein bedeutet:

  • Sprache produktiv und rezeptiv zu nutzen,
  • Sprache mündlich und schriftlich zu gebrauchen,
  • über Sprache und deren Gebrauch zu reflektieren.

In allen Unterrichtsfächern ist die deutsche Sprache Grundlage für die Verständigung über Gegenstände, Sachverhalte und Prozesse - sie ist Medium des Lernens und hat damit Mittlerfunktion zwischen Lernen, Denken, Verstehen und Handeln. Die Sprachtätigkeiten Sprechen, (Zu)Hören, Lesen und Schreiben auch im Fachunterricht gezielt zu entwickeln, muss gemeinsames Anliegen aller Lehrerinnen und Lehrer sein. In diesem Zusammenhang hat fachübergreifendes und fächerverbindendes Arbeiten eine entscheidende Bedeutung. Insbesondere die lernunterstützenden Synergien zwischen der Muttersprache und den Fremdsprachen tragen erheblich zur Entwicklung vertiefter Sprachkompetenz und von Sprach(lern)bewusstsein bei.  mehr
In und mit Hilfe der Muttersprache gewinnen die Lernenden ebenso Einsichten in die kulturelle und interkulturelle Bezogenheit der Sprache, z. B. durch die Beschäftigung mit Sprachgeschichte, Fremdwörtern (Internationalismen), Sprichwörtern und Redewendungen. Sprache ist Mittel zur Wahrung kultureller Identität und zugleich Schlüssel zum kulturellen Erbe sowie Spiegel von Kultur und Tradition. Diese Zusammenhänge gilt es bewusst zu machen und für die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler zu nutzen.


„Sprachen sind bei weitem das wichtigste Vehikel kultureller Entfaltung und zugleich das wichtigste Element nationaler – übrigens auch persönlicher Identität.“
(Helmut Schmidt)

 
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Ansprechpartner am Thillm

Am Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm) sind verantwortlich für:

Deutsch